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Printmedien der Reisebranche haben es nicht mehr leicht, sich beim Leser zu behaupten. Online-Medien sind der Trend. Allein auf der ITB Berlin 2013 hatten sich 250 Reise-Blogger aus aller Welt akkreditiert und berichteten zeitnah. Seit Anfang des Jahres bedient nun mein Blog den Wissensdurst rund ums Reisen. Persönliche Erfahrungen, Gastronomie- und Hotel-Tipps, News u. Pressemeldungen sowie Inspirationen und Reiseführer, jetzt auch per Suchwort schnell zu finden im: blog.Liebhaberreisen.de
Lesen Sie auch meine Artikel in der Huffington Post Deutschland


Gabriele Dräger

Die freie Reisejournalistin Gabriele Dräger

Hier lesen Sie einige Textauszüge aus Reportagen von Gabriele Dräger, Jahrgang 1948. Sie schreibt für: Badische Neueste Nachrichten, Berchtesgadener Anzeiger, Darmstädter Echo, Die Tagespost Würzburg, Frankfurter Neue Presse, General-Anzeiger Bonn, Main-Echo, Nürnberger Nachrichten, Saarbrücker Zeitung, Salzburger Nachrichten, Straubinger Tagblatt und Trekker's World und sagt von sich, sie sei in den Bergen der Welt zuhause. 2004 erhielt die Münchnerin die Auszeichnung des Tiroler Tourismus Adler für ihre hervorragenden Leistungen für den Tiroler Tourismus.

Reportagen, Fotos und Information via: gabi-draeger@t-online.de


Der Klettersteig Kleine Cirspitze – kurz und knackig

„Do kraxln mir jetzt aui“, verkündet Albin, der Grödner Bergführer. Mit dem Klettersteig der Kleinen Cirspitze beginnt der zweitägige Kurs für Anfänger. Beim Anziehen des Klettersteigsets sieht Wolfgang aus Bodenheim verstohlen zum Gipfel und gesteht: „Ich habe Schmetterlinge im Bauch. Dass ich da hoch komme, kann ich mir überhaupt nicht vor-stellen“. Der Klettersteig beginnt mit einer kurzen Leiter. Die Karabiner werden am Sicherungsseil eingeklickt. Der Felsen wird immer steilen. Wo geht es weiter?“, kommt ein verzweifelter Hilferuf von Wolfgang. „Weiter links isch a Tritt und viel bequemer isch die Direttissima“ ... weiter

Weiter: erklärt Albin. Nur keine Hektik aufkommen lassen. Alles mit Ruhe angehen ist das oberste Gebot am Berg. Nicht nur mit den Armen hochziehen, sondern sich mit der Kraft der Beine nach oben stemmen, das spart Kondition. Herzklopfen – die nächste Etappe in der Steilstufe ist ausgesetzt. Der Blick nach oben ist wesentlich beruhigender, als nach unten in die Schwindel erregende Tiefe. Gut, dass Albin jeden zusätzlich am Seil gesichert hat, das beruhigt ungemein. Vor lauter Begeisterung über die gefundenen Tritte, vergisst man schon mal das Umhängen der des Karabiners an den Seilverankerungen. Dann heißt es leider wieder einen oder zwei Schritte zurück steigen. Nicht so nah mit der Nase am Fels gehen, mit ein bisschen Abstand sieht man besser, erinnert Albin immer wieder. Die letzten fünf Meter zum Gipfelkreuz sind fast senkrecht. „Das ist mir zu schwer, ich bleibe hier und warte“, gibt Christina aus München auf. „Des pocksch schun“, verspricht Albin. Das letzte Stück ist dann wirklich kein Problem, denn es gibt viele kleine Stufen im Felsen. Die letzten fünf Meter sind tatsächlich einfacher als sie aussehen. Das gegenüberliegende mächtige Massiv der Sella Gruppe ist schon zart mit Schnee bedeckt. Nach einer ausgedehnten Pause am Gipfelkreuz und ein paar Beweisfotos für die Freunde, die einem den Klettersteig sonst vielleicht nicht abnehmen, treibt Albin die kleine Gruppe wieder abwärts. Beim wesentlich leichteren Abstieg durch eine Scharte gibt es im oberen Drittel noch ein paar Seilsicherungen und dann geht es in Serpentinen in einer steilen Geröllrinne abwärts.


Keine Wanderung ohne Pasta um Wolkenstein

Für Le Corbusier waren die Dolomiten: „Die schönsten Skulpturen, die die Natur jemals gemacht hat.“ Und für Reinhold Messner: „Sind die Dolomiten die schönsten Berge der Welt“, Wie Atolle ragen die hellen Felsen der markanten Bergmassive aus dem grünen Meer von Almen und Wald. „Keine Wanderung ohne Pasta“, verspricht Albin, der Südtiroler Bergführer. Sechs Stunden soll die Umrundung der filigranen Cirspitzen dauern. Die bunt zusammengewürfelte Wandergruppe schwebt luxusmässig mit dem Dantercepieslift zum Grödner Joch. Ein breiter Wanderweg führt mit Blick auf die Komtessen, Felsen geformt ... weiter

Weiter: wie anmutige Frauen, zum Cirjoch. Nach ein paar Serpentinen bergauf zeigt Albin Edelweiß, aber mit dem Versprechen strengster Geheimhaltung. Das verkarstete Puez Hochplateau, eine fast farblose Hochebene, aus der nur ein dunkler Tuffkegel hervorragt öffnet sich. Eine baumlose Steinwelt, aus der die Sonne jegliche Farbe aufgesogen zu haben scheint umrahmt die Wanderer. „Das ist gewaltig, ich bin oft hier, aber es beeindruckt mich jedes Mal wieder aufs Neue“, schwelgt Albin. Ein paar Felsstufen sind es nur noch bis zur Puez-Hütte. Hier lümmeln Sonnenanbeter im Gras. Das Pasta-Angebot ist verlockend und die Spaghetti mit Steinpilzen sind absolut sterneverdächtig. „Des wor guet?, fragt Albin. Keine Frage, die Südtiroler Kochkunst ist zum Niederknien.

Dohlen begleiten die Wanderer beim Abstieg auf dem Dolomiten Höhenweg in das vom Gletscher ausgewaschene Langental. Es macht seinem Namen alle Ehre. Hoch oben in den steilen Berghängen steht die Ruine der Burg von Wolkenstein. Noch heute ist Oswald von Wolkenstein, der rebellische und bäuerliche Adlige allgegenwärtig. Er war kein schöner Mann, klein untersetzt, mit einer Narbe an der Lippe und einem herunterhängenden Lid an seinem rechten Auge. Das Auge gibt noch heute Rätsel auf. Hat er es bei einem Turnier oder bei einer Schießerei verloren, war es ein Geburtsfehler oder hat er es als Neunjähriger beim Faschingstreiben eingebüßt? Als Avantgardist, Dichter, Komponist und Sänger war er wohl die schillernste Persönlichkeit im Südtirol des 15. Jahrhunderts. Die Texte seiner Balladen, Liebes- und deftigen Trinklieder spiegeln sein eigenes Leben wider. Er hielt sie in Handschriften fest, die bis heute der Nachwelt erhalten geblieben sind.

Die letzte Station der Tageswanderung ist die kleine Silvesterkapelle am Taleingang, die dem Schutzpatron des Viehs geweiht ist. Von hier sind es nur noch ein paar Schritte zurück ins Hotel Oswald in Wolkenstein.


Trentino – Trekking Non Stop

Der Adamello Brenta hat alles was ein Wanderherz begehrt. Wege vor traumhafter Bergkulisse, Klettersteige und Hütten, die ihre Gäste mit rustikalen Trentiner Spezialitäten verwöhnen. „Benvenuti“,Daniel nimmt seine Sonnenbrille ab und taxiert neugierig die angekommenen Wander-aspiranten aus Deutschland. Er ist Bergführer und waschechter Trentiner. Der Start der Wanderung ist ganz italienisch, das heißt nicht in aller Hergottsfrüh und außerdem mit der Seilbahn von Madonna di Campiglio. Die Auffahrt beginnt im Morgendunst und endet in der Sonne an der Station Grosté. Dort beginnt der leichte Aufstieg über üppige.

Weiter: Almwiesen. Schon nach einer guten Stunde ist die Graffer Hütte des Trentiner Alpenvereins erreicht. Eigentlich zu früh zum Einkehren – aber an der Hütte darf man nicht vorübergehen. Der Ruf der guten Küche ist legendär. Es gibt „Strangolapreti“, zu Deutsch Priesterwürger, das sind lockere Spinatknödel sowie Stinco, kleine gegrillte Kalbshaxen mit Rosmarin und Polenta – und natürlich auch ein Schlückchen Wein. Doch bald treibt Daniel mit einem energischen, „andiamo“ seine Zöglinge aus dem Paradies. Wiesen mit unzähligen bereits verblühten Edelweiß und schrille Pfiffe einiger Murmeltiere machen die Bergidylle perfekt.

Der Naturpark Adamello Brenta ist das größte Naturschutzgebiet im Trentino. Diese Region ist eine der reinsten Landschaftsgebiete Italiens, denn mehr als 70 % davon sind absolut unberührte Bergwildnis. Hier fühlen sich auch ein paar Bären wohl. Sie leben im Wald in einer Höhe von etwa 2000 Metern. Da der Bestand rückläufig war, wurden 18 Bären aus den Karpaten ausgewildert, die inzwischen schon für Nachwuchs gesorgt haben.

Der aussichtsreiche Pfad führt in Richtung Tukett-Hütte, hinein ins Herz der Brenta, vorbei an bleichen Bergen, die wie aus Felsen geformte Paläste wirken. Nur wenige Wanderer sind unterwegs. Nach dem die Italiener Ende August die Gegend verlassen haben, ist Ruhe auf Gipfeln und Wegen eingekehrt. Und das, obwohl das Wetter im September meistens klarer und stabiler ist. Nach drei Stunden ist das Tagesziel erreicht, die 2271 Meter hoch gelegene Tuckett Hütte zu Füssen der ockerfarbenen Wände des Castelletto Inferiore. Daneben steht eine einfache Kapelle aus Holz im goldenen Sonnenlicht. Das Klima ist mild und lädt zum Verweilen auf der Terrasse ein. Der mächtige Gletscher des Castelletto Superior liegt im Blickfeld.


Schneeschuhlaufen für Einsteiger - Martell-Tal in Südtirol

Der Bergführer gibt die letzten Anweisungen: „Breitbeinig gehen mit den Schneeschuhen, sonst stolpert ihr und das kann gefährlich werden“. Die ersten Schritte sind noch etwas zaghaft und unsicher. Doch die an den Wanderschuhen befestigte „Eskimo Erfindung“ hält bombenfest im Schnee und auf den vereisten Stellen. Also Gewicht nach vorne und der erste Aufstieg mit Schneeschuhen kann beginnen. Langes trainieren entfällt, jeder kann sofort losstapfen. Die Geräte sind federleicht, man spürt sie kaum an den Füssen. In Windeseile ist der Crashkurs bestanden und nach fünf Minuten fühlt sich jeder Diplom verdächtig.

Weiter: Unter weiß verschneiten Bäumen geht es stetig bergauf in der verträumten, stillen Winterlandschaft. Ein Bach sucht sich gurgelnd seinen Weg zwischen Eis und Fels in einer schmalen Schlucht – eine Idylle wie auf einer Postkarte. Doch diese modernen und leichten Geräte sind keine Leisetreter. Der Schnee ächzt und knirscht bei jedem Schritt. Die große Kralle aus Metall an der Lauffläche hält auf vereisten Stellen, was sie verspricht. „Keine Angst, wegrutschen ist nicht möglich“, macht der Bergführer Mut, als es etwas steiler wird.

Wer sich mit dem Ski laufen nicht so richtig anfreunden kann ist hier genau richtig. Grandiose Dreitausender und die Gletscher Welt des Ortlers sind eine malerische Kulisse für die neuen Schneeschuhtechniker. Die Sache fängt an Spaß zu machen. Ein wirklich erhabenes Gefühl, aber ohne die große Lauffläche der Schneeschuhe würde man erbarmungslos bis über die Knie im Schnee einsinken und jeder Schritt wäre mühsam und Kräfte zehrend. Das Gepäck für die vier Tage schwebt luxusmässig im Material-Lift direkt zur Unterkunft. Nach einer guten halben Stunde ist die urgemütliche Zufall-Hütte in 2265 m Höhe erreicht. In der warmen, holzverkleideten Stube fühlt sich jeder gleich pudelwohl. Georg, dem Hüttenwirt, ist der Ruf seiner exzellenten Kochkünste schon vorausgeeilt.


Wanderungen im historischen Schlaraffenland

In der glühenden Sonne ist jeder Schritt bergauf eine Überwindung. Die Burg der Marktgräfin Mathilde von Canossa, scheint zum Greifen nah, doch viele, steile Kehren liegen noch vor dem Ziel. Der Gang nach Canossa, an den Nordhängen des Apennins, hat es in sich. Bei jedem Meter büßt man für die ausschweifenden, köstlichen Gerichte der traditionellen emilianischen Küche. Nicht erst die Touristen sühnen in Canossa. Im Jahre 1077 steht der deutsche Kaiser Heinrich IV. in Büßer-kleidern, barfuss drei Tage lang im Schnee vor den Mauern der Burg Mathildes. Er fleht frierend und zähneklappernd um Vergebung.

Weiter: Mathilde hatte Papst Gregorius VII. und den Kaiser, ihren Cousin eingeladen, damit der Papst den Kaiser vom Kirchenbann befreit. Heinrich denkt nur an die Rettung seiner Krone. Die Büßerdarbietung war überzeugend, der Papst war beeindruckt, der Kirchenbann wurde aufgehoben. Canossa selbst, ist eine Enttäuschung. Die Ruine zeigt Reste der Kirche aus dem frühen Mittelalter, mit zwei Säulen und Teilen der Außenfassade. Doch der Mythos lebt, dreißigtausend Touristen pilgern jedes Jahr hierher.

Angefangen hat diese Wanderreise in San Pellegrino in Alpe in (1525 Meter) in der Toskana. Für die richtige Einstimmung sorgt das größte Bauernmuseum (Ethnografisches Museum) Europas, mit den Gebrauchsgegenständen der Vergangenheit. Mit einer Ziege und einem Kastanienbaum konnte ein Bauer in früheren Zeiten gut überleben.

Der nächste Tag gehört der Emilia Romagna. Bei dem Wort Emilia Romagna leuchten Männeraugen auf, Benzingeruch liegt in der Luft und Motorengeheul ist zu hören: Ferrari steht für Chrom, Autorennen und Siege. Wer die Strandanlagen von Rimini und den Touristentrubel liebt, den verschlägt es nie in die Einsamkeit der Berge. Nur die Genießer und Kenner wagen sich ins Gebirge. Heute wird die Bergfähigkeit der Teilnehmer geprüft. Begonnen wird im Appennin, im Parco del Gigante auf dem Weitwanderweg Nummer 00. Ginster, Löwenzahn und Hahnenfuß färben die Wiesen prall gelb. Dazwischen gibt es am Weg Highlights wie Hollunder Orchis aus der Knabenkrautfamilie und Daphne, weißen Alpenseidelbast. Der Monte Prado (2054 Meter), auch Blumenberg genannt, ist das Etappenziel. Die Botaniker in der Truppe stoßen Schreie des Entzückens aus bei der Vielfalt der Flora. Ein Trampelpfad führt über Wiesen aufwärts. Noch ein kleines Stück über Geröll und der höchste Punkt ist erreicht. Vom Panoramablick jedoch keine Spur, der Gipfel hüllt sich in Wolken. Also wird die nächste Hütte angesteuert. Im versteckt gelegenen Refugio Cesare Battisti (1761 Meter) erliegt man den Kochkünsten des Hüttenwirtes. Sie sind absolut Stern verdächtig: Tortelli (Tortelloni) mit Kastanienfüllung, nach Parmaschinken, der auf der Zunge zergeht. „Kein Brot essen“, warnt Mithra, die Bergführerin. Dinkel mit Tomaten und Peperoncino folgen. Als secondo, Hauptgang, wird noch Kaninchen mit Polenta serviert. Obstsalat und Cafe runden das Mahl ab. Wer mag da noch Brot essen? Gut, dass es nach einem Nickerchen in der Sonne nur noch bergab geht. Das gemütliche Familienhotel Scoiattolo am Passo die Carpinelli ist das „Basislager“ für die nächsten Wandertage. Auch hier ist die Küche zum Niederknien.

Der dritte Tag beginnt in dem kleinen Dörfchen Vinca. Die Wasserflaschen werden am Dorfbrunnen gefüllt. Auf geht’s. Zuerst umgibt einen die Kühle des Waldschattens. Dann geht es in der Sonne über Wiesen aufwärts. Geschafft. Der Pass Foce di Giove in den Apuanischen Alpen ist erreicht. Inmitten von fetten grünen Wiesen ragen weiße Felsspitzen bizarr wie Sahnehäubchen hervor. Der Kalkstein des 1781 Meter hohen Pizzo d’Uccello strahlt hell in der Mittagssonne. Ein ohrenbetäubender Donnerschlag stört die Stille der Bergwelt. Zieht ein Gewitter auf? Nicht eine einzige Wolke ist zu sehen, der Himmel ist strahlend blau. Die Bergführerin lacht: „Im Marmorbruch unter uns wird gesprengt, ihr könnt das Regenzeug im Rucksack lassen“. Im 19. Jahrhundert wurden zwei Marmoradern entdeckt. Mit dem Abbau begann der Wohlstand, über 300 Männer wurden damals beschäftigt. Heute dagegen finden hier nur noch eine Hand voll Arbeiter Beschäftigung. Maschinen übernehmen die lebensgefährliche Knochenarbeit. Der Transport der großen Marmorblöcke ins Tal war in der Vergangenheit der gefährlichste Teil der Arbeit. Auf eingeseiften Holzbrettern wurden die Brocken per Seilwinde ins Tal gelassen. Die schwierigsten Stellen mussten immer die jungen und unverheirateten Arbeiter übernehmen. Manch einer ließ sein Leben für das „weiße Gold“. Nur einen Steinwurf weiter hat sich Michelangelo den Marmorblock für seinen David ausgesucht. Mächtige Klötze ragen unvermittelt aus Landschaft. Wer hätte gedacht, dass die Apuanischen Alpen in der Toskana fast 2000 Meter hoch sind?


Gabriele Dräger

Die freie Reisejournalistin Gabriele Dräger

Hier lesen Sie einige Textauszüge aus Reportagen von Gabriele Dräger, Jahrgang 1948. Sie schreibt für: Badische Neueste Nachrichten, Berchtesgadener Anzeiger, Darmstädter Echo, Die Tagespost Würzburg, Frankfurter Neue Presse, General-Anzeiger Bonn, Main-Echo, Nürnberger Nachrichten, Saarbrücker Zeitung, Salzburger Nachrichten, Straubinger Tagblatt und Trekker's World und sagt von sich, sie sei in den Bergen der Welt zuhause. 2004 erhielt die Münchnerin die Auszeichnung des Tiroler Tourismus Adler für ihre hervorragenden Leistungen für den Tiroler Tourismus.

Reportagen, Fotos und Information via: gabi-draeger@t-online.de

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