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Sabine Bade

Die Wanderautorin Sabine Bade

Hier lesen Sie Auszüge aus Wanderreportagen von Sabine Bade, die das Ergebnis purer Neugier sind. Wer gerne in den italienisch-französischen Westalpen wandert, macht schnell die Erfahrung, dass es dazu kaum deutschsprachige Informationen gibt ... So entstanden aus den eigenen Recherchen – Motto: „Wenn es keine deutschsprachigen Wanderführer mit Hintergrundinformationen zu Kultur, Tradition und Geschichte gibt, muss man sie eben selber schreiben“ – erste Wanderführer der Autorin aus Frankfurt am Main, von denen mittlerweile 4 veröffentlicht wurden.

Mehr zur Wanderregion und den Wanderführern: www.westalpen.eu


Sacra San Michele – Heiligtum auf dem Monte Pirchiriano

Das Symbol des Piemonts schlechthin, für die Einheimischen kurz La Sacra, für manch Andere der Ort, der Umberto Eco zu seinem berühmten Roman ‚Im Namen der Rose‘ inspiriert haben soll – das ist die Sacra San Michele, hoch und überaus aussichtsreich über dem Eingang zum Susatal gelegen. Und ein bißchen wie Adson und sein Lehrmeister Pater William von Baskerville kann sich fühlen, wer auf einem schönen Wanderweg, der auf antike Ursprünge zurück gehen soll, die Sacra erreicht. Schon aus der Ferne ein Blickfang, versteht man beim Näherkommen, warum diese Abtei nach dem Mont Saint Michel am französischen Atlantik ... weiter

Weiter: ... als das imposanteste Michaelsheiligtum Europas gilt. Die Sacra entstand auf dem Monte Pirchiriano (962m) im Zuge der Pilgerbewegung etwa ab dem Jahre 980. Die Baumeister der gigantischen Benediktinerabtei mussten auf engstem Raum über und um drei kleine Kapellen herum, die als Kultstätte für den Erzengel Michael errichtet worden waren, viel Phantasie walten lassen, denn nicht ein einziger Felsbrocken durfte von dem als heilig geltenden Berg abgetragen werden. Bis zum 14. Jahrhundert wurden die Baumaßnahmen fortgesetzt – die Abtei beherbergte zeitweise mehr als 60 Mönche, und Pilgerströme ließen sie aus allen Nähten platzen – sodass sich Elemente romanischen als auch gotischen Baustils in der hoch aufragenden Sacra finden.

Die gesamte Anlage verströmt auch heute noch – trotz der vielen Touristen, die sich einfinden - die Atmosphäre vergangener Zeiten, in der man sich Sean Connery als William von Baskerville gut vorstellen kann. Am berühmtesten ist wohl, wenn man denn überhaupt gewichten mag, die in den puren Fels integrierte steile Freitreppe ‚Scalone dei Morti‘, neben der sich die Grabmäler der Mönche und Wohltäter des Klosters befunden haben. Daneben kann man viel Zeit damit verbringen, alle Darstellungen der ‚Porta dello Zodiaco’ mit ihren vielen biblischen Darstellungen, Tierkreiszeichen und mittelalterlichen Symbolen der ‚Hauptsünden‘ zu entschlüsseln.Bereits sehr früh muss die Bibliothek angelegt worden sein, denn der damalige Prior soll bereits im Jahr 1031 bei einem Treffen mit Vertretern anderer Benektinerabteien geschwärmt haben, dass es kein einziges Buch auf der Welt gäbe, das er nicht besitze!

Diese Werke sind nach der Auflösung der Abtei im Jahr 1622 in alle Welt verstreut worden, als der gesamte Komplex fast zwei Jahrhunderte fast völlig unbewohnt war. Heute befindet sich die Sacra in Staatsbesitz und wird seit 1836 von Rosminianer Patres, einer von dem Priester Antonio Rosmini gegründeten Ordensgemeinschaft, verwaltet.


Auf der Alta Via Val di Susa zum höchsten Pilgerort der Alpen

Seit Bonifacio Rotario d’Asti im Jahr 1358 die Rocciamelone (3.538m) bestieg, um dort als Dank für die Befreiung aus türkischer Sklaverei – so jedenfalls die Legende - ein Madonnen-Triptychon aufzustellen, zieht es Pilger auf diesen eindrucksvollen Gipfel der Grajischen Alpen, der das piemontesische Susatal überragt. Der ursprünglich nicht ungefährliche Weg wurde längst auf die Bedürfnisse auch alpinistisch unerfahrener Gipfelstürmer ausgerichtet, die nun nicht nur zur jährlichen Wallfahrt am 5. August diesen höchstgelegenen Wallfahrtsort der Alpen besuchen. Man kann das Gipfelplateau, auf dem seit 1899 eine drei Meter hohe, ... weiter

Weiter: bronzene Statue zu Ehren der Madonna delle Nevi steht, auf recht einfachem Weg von Susa aus erreichen - oder auf einem hochalpinen Wanderweg, der ‚Alta Via Val di Susa‘. Dieser Panoramawanderweg, auf dem man innerhalb von sieben vom Talschluss in Bardonecchia bis ins Untere Susatal gelangen kann, erfordert allerdings Trittsicherheit, absolute Schwindelfreiheit und Erfahrung in alpinem Terrain. Wer diese Voraussetzungen aber mitbringt, wird dafür auch reichlich belohnt. Mit ständig wechselnder Aussicht – mal auf die vergletscherten Gipfel des Vanoisemassivs, mal auf den Monviso, von den Italienern liebevoll ‚Re di Pietra‘ genannt, dann wieder auf Rocciamelone und Sacra San Michele – wandert man auf einsamen Höhenwegen, von denen viele Ende des 19. Jahrhunderts zu Verteidigungszwecken angelegt wurden, immer nah an der Grenze entlang.

Über den Col de Clapier, einen der Pässe, der ganz oben auf der Rangliste steht, wenn darüber gerätselt wird, welchen Weg Hannibal bei seiner legendären Alpenüberquerung im Jahr 218 v.Chr. genommen hat, wird ein kleiner Abstecher über französisches Territorium eingelegt, auf dem man den wunderschön gelegenen Lac du Mont Cenis passiert. Noch ein letztes Wegstück, dann ist das auf über 2800 Metern Höhe gelegene Rifugio Cà d’Asti unterhalb des Gipfels der Rocciamelone erreicht. Hier, wo im Jahre 1419 die erste Schutzhütte auf italienischem Boden entstand, trifft man nun auf all Jene, die den Weg von Susa genommen haben, noch schnell eine Panoramakarte erstehen und dann die letzten 700 Höhenmeter hinauf zur Madonna in Angriff nehmen. Oben angekommen bietet sich an klaren Tagen ein phänomenales 360-Grad-Panorama: neben Vanoisemassiv und Monviso sind von hier nun auch Barre des Ecrins im Westen, Mont Blanc und Gran Paradiso im Norden zu erkennen.


Römische Spuren im Susatal

Es gibt viel zu entdecken in diesem piemontesischen Tal westlich von Turin: der in den Jahren 9-8 vor Christus erbaute monumentale Augustus-bogen, der Aquädukt der Therme von Gratian, Reste des Amphittheaters und die ‚Porta Savoia‘ sind nur die beeindruckendsten Spuren, die die Römer im Susatal hinterlassen haben. Die Römerstraße, die Turin über den Mongenèvrepass mit Embrun verband, konnte durch das Tal der

Dora Riparia gebaut werden, nachdem der geschickte König Donnus entschied, dass es doch vernünftiger sei, den Römern Transitrechte einzu-räumen als gegen sie anzukämpfen. Sein Sohn Cotto, dessen ... weiter

Weiter: große Verehrung für die Römer überliefert ist und der sich auch gerne ‚Marcus Julius Cottius‘ nannte, leitete den Prozess ein, der die Region als ‚Alpes Cottiae‘ zu einer der fünf römischen Alpenprovinzen machte. Sitz des Prokurators Cottius wurde Segusio, das heutige Susa.

Das circa 70 Kilometer lange Tal ist ein Transittal geblieben, durch das (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) Hannibal bei seiner legendären Alpenüberquerung zog, auch Karl der Große und Heinrich IV. auf seinem Weg nach Canossa, daneben viele Pilger im Mittelalter auf ihrem Weg nach Rom, die gesamte Herrscherfamilie Savoyens bei ihrem Umzug von Chambéry in die neue Hauptstadt Turin (im Gepäck das berühmte ‚Leichentuch Christi‘) und Napoleon Bonaparte auf dem Weg zu seinen Krönungsfeierlichkeiten in Mailand. Die meisten dieser Reisenden haben interessante Spuren hinterlassen, die einen Besuch des Tales für all Jene überaus lohneswert machen, die sich nicht davon abschrecken lassen, dass neben zwei Staatsstraßen und der Eisenbahnlinie Turin–Lyon auch noch eine Autobahn hindurchführt.


Ein wahres Paradies für Wanderer: die italienischen Seealpen

Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere und seit einigen Jahren auch wieder Bartgeier kann man beobachten und eine besonders große Pflanzenvielfalt genießen, wenn man über Wege durch die italienischen Seealpen wandert, die die Konkurrenz mit anderen Alpenregionen wahrlich nicht zu scheuen brauchen,. Zwischen den südlichsten Dreitausendern der Alpen finden sich hier ganz nah am Mittelmeer ausgezeichnet angelegte Wanderwege, sodass sich auf historischen Saumwegen und transalpinen Salzstraßen, königlichen Jagdsteigen oder über kühn angelegte Alpiniwege ein Gebiet durchstreifen läßt, ..weiter

Weiter: das von den italienischen Königen – allerdings für weniger schweißtreibende Freizeitaktivitäten – früh entdeckt wurde. So lockten zum Beispiel diverse schwefel- und eisenhaltige Quellen zwar bereits die Römer nach Terme di Valdieri, aber erst nachdem der Savoyerkönig Carlo Emanuele III. 1755 entschied, hier einen Badeaufenthalt zu verbringen, wurde der Grundstein für die Bekanntheit der Terme gelegt. Und einer seiner Nachfolger, der spätere erste König des vereinten Italien, Vittorio Emanuele II., machte Entraque-Valdieri zu einem seiner Jagdreviere, baute hier eine Sommerresidenz und diverse Jagdhäuser. Vergleichsweise bescheidene Häuser – Schlösser à la Neuschwanstein oder Linderhof sollte hier niemand erwarten – wie die Reale Casa di Caccia auf der Valasco-Hochebene oder die jüngst renovierten Chalets im ‚Schweizer Stil', die der König für Rosa Vercellana errichten ließ, jener Frau, mit der er fast 30 Jahre lang bis zu seinem Tod zusammenlebte.

Heute ist das ehemals königliche Jagdrevier Bestandteil des ‚Parco Naturale delle Alpi Marittime‘, des 27.945 Hektar großen Schutzgebietes, das 1995 durch den Zusammenschluss des ‚Parco Naturale dell’Argentera‘ und des Schutzgebietes von Palanfré entstand. Zusammen mit dem direkt angrenzenden französischen ‚Parc National du Mercantour‘ setzt die Parkverwaltung auf einen sowohl umwelt- als auch sozial verträglichen Wandertourismus, und erhofft sich davon neben dem reinen Naturschutz auch die Stärkung kleiner lokaler Betriebe – was in einer Region, die stark von Abwanderung betroffen ist, von entscheidender Bedeutung ist.


Der Westalpenbogen - für Wanderer, die die Stille suchen

Mechanische Aufstiegshilfen sucht man vergebens. Auch ein dichtes Netz an Bewirtungsbetrieben darf niemand erwarten, der in den Westalpen des Piemont wandern möchte. Aber von diesen Einschränkungen abgesehen, bietet das westliche Piemont noch traumhafte Wanderstrecken, vorbei an Dorfkirchen, Castelli, oder alten Klöstern, so auch über die historischen Saumwege, die transalpinen Salzstraßen, die königlichen Jagdsteige oder kühn angelegte Alpiniwege. Über die südlich angrenzenden Seealpen, mit ihrem Naturpark Parco Naturale delle Alpi Maritime, nun nach Ligurien übergehend, lesen Sie unter der Region Ligurien mehr über Il Redentore


Il Cristo Redentore auf Liguriens höchsten Berg Monte Saccarello

Als Papst Leo XIII. im Vorfeld des - dem Herz Jesu geweihten - Heiligen Jahres 1900 entschied, dass auf 20 italienischen Gipfeln Erlöserstatuen aufgestellt werden sollten, fiel die Wahl für die Region Ligurien auf den Monte Saccarello. Nach Plänen des einheimischen Architekten Giovanni Pachiaudi wurde die fast 10 Meter hohe Statue in Paris gegossen, mit der Bahn nach Ormea im Tanarotal befördert und von dort aus mit Hilfe des Militärs auf 2.170 Meter Höhe transportiert. Ganz nah an der Grenze zum Piemont und Frankreich wurde sie aufgestellt und mit einer Messe am 15. Sept. 1901 in Anwesenheit von über 6.000 Menschen geweiht: ... weiter

Weiter: „A Protezione della Liguria et delle Valli Sottostanti“. Nicht alle der 20 geplanten Erlöserstatuen wurden auch wirklich aufgestellt und auch von den einmal errichteten sind längst nicht mehr alle im Originalzustand erhalten geblieben. Aber der Redentore am Monte Saccarello hat standgehalten und hält heute noch immer seine schützenden Hände über die umliegenden Täler - auch wenn eines davon, das obere Royatal, seit 1947 zu Frankreich gehört. Hinaufpilgern zum höchsten Berg Liguriens, sich in das in der kleinen Kapelle ausliegende Gipfelbuch eintragen und ‚Il Redentore‘ einen Besuch abstatten, das können aber nicht nur Menschen auf dem Weg zur stillen Andacht, sondern auch Wanderer auf dem neuen und alle acht Alpenstaaten miteinander verbindenden Fernwanderweg ‚Via Alpina‘. Sich auf dem Alpenhauptkamm vom Tanarotal aus dem Monte Saccarello langsam, aber dafür ungemein aussichtsreich zu nähern, hat hohen ‚Panoramagehalt‘ und läßt an klaren Tagen auch das Mittelmeer erkennen. Oben angekommen versteht man sofort, wieso die Wahl für Ligurien auf diesen Gipfel fallen musste: Der Blick reicht so weit, dass ‚Il Redentore‘ auch noch das bekannte ‚Tal der Wunder‘ im französischen Mercantour-Nationalpark beschützen kann!


Sabine Bade

Die Wanderautorin Sabine Bade

Hier lesen Sie Auszüge aus Wanderreportagen von Sabine Bade, die das Ergebnis purer Neugier sind. Wer gerne in den italienisch-französischen Westalpen wandert, macht schnell die Erfahrung, dass es dazu kaum deutschsprachige Informationen gibt ... So entstanden aus den eigenen Recherchen – Motto: „Wenn es keine deutschsprachigen Wanderführer mit Hintergrundinformationen zu Kultur, Tradition und Geschichte gibt, muss man sie eben selber schreiben“ – erste Wanderführer der Autorin aus Frankfurt am Main, von denen mittlerweile 4 veröffentlicht wurden.

Mehr zur Wanderregion und den Wanderführern: www.westalpen.eu

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