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Woher kamen die Etrusker

Etrurien - der Lebensraum der Etrusker. Nun, das gilt für die bereits erfolgte Besiedelung in dem Raum Italiens, der in etwa der heutigen Toscana bis hinein ins nördliche Latium entspricht. Die Wortkette Truski – Tusci – Toscana wird da schon etwas richtungweisender, doch bevor wir an den Versuch der Beantwortung all dessen gehen, machen sich weit reichende Betrachtungen erforderlich.

Befasst man sich mit den Römern, dann kommt man am Ende zu folgender Fragestellung: Waren es die Ägypter, Hethiter, Phönizier, Nubier, Babylonier, Minoer, Griechen oder Etrusker, die Rom beeinflussten, da man sagt die Kultur des Abendlandes komme aus dem Osten. Nun, sicherlich von allen zusammen nahm Rom die Impulse für die eigene Entwicklung auf- im Besonderen waren es wohl die Griechen, die in Süditalien sogar eine Philosophenschule „Elea“ gründeten (540 v. Chr.), um die eigenen- auch geistigen Grenzen zu überwinden. Dies zu einer Zeit, zu der sich der schlummernde Riese Rom gerade erst zu rekeln begann. Die Römer benannten übrigens später Elea in „Velia“ um.

Also:
In vorchristlicher Zeit siedelten Griechen (südlich und Sizilien) etwa um bzw. ab 900 v. Chr. und Etrusker (Mitte und nördlich) etwa vor 2700-3000 Jahren auf dem Stiefel- also früher und bezogen auf den Vulkanausbruch (vor 3651 Jahren) und auf Troja (Krieg vor rd. 3200 Jahren) noch wesentlich früher. Aus der Urbevölkerung verschiedener Hirtenstämme kristallisierten sich im späteren Latium Latiner heraus. Diese lebten in Hüttendörfern, auch auf den Hügeln Roms und wurden von den Etruskern, bezogen auf Entwicklungsimpulse, positiv beeinflusst - (Gründung Roms am 21.4.753 v. Chr. der Sage nach durch Romolus).

Dies mit dem schlummernden Riesen galt noch für zwei oder gar drei weitere Linien. Doch zuerst die gleiche Frage wie bei den Römern: waren es die Türken, Minoer, Griechen, Phönizier oder gar Babylonier, die als Quelle der Etrusker anzusehen sind?

Um diese Frage zu beantworten tauchen wir in die griechische Mythologie ein. Dabei führt unser Weg der ersten Linie folgend nach Troja. Bevor wir in Troja anlagen, sei die Götterwelt bemüht. Pallas Athene als der weibliche Gegenpol zum Kriegsgott Ares, stand im zehnjährigen Krieg um Troja auf der Seite der Griechen, als den raueren Gesellen, und Apollo als Gott der Musen auf der Seite der Trojaner, als den friedvollen, bodenständigen und fleißigen - ja „kulturelleren“ Menschen. Helena wurde eigentlich nicht verschleppt, da sie freiwillig mit Paris, Sohn des trojanischen Königs Priamos, nach Troja ging und Aeneas wollte sie an die Griechen zurückgeben – Kassandra und Laokoon sahen den fürchterlichen Krieg voraus - aber Aeneas wurde nicht erhört. Er verließ das brennende Troja mit einigen überlebenden Getreuen und machte sich auf die eigentliche Odyssee- er versprach einer Ahnung folgend in der Ferne ein neues schöneres Troja zu errichten. Die Irrfahrt ging über Thrakien, Kreta, Epiros, Karthago – wo die Getreuen bei der Königin Dido bleiben wollten - nach Latinum, dem fernen Land, und sie zogen nach der Landung bei Ostia den Tiber flussaufwärts. War es also doch Aeneas und nicht Romolus? Vergil unterstreicht diesen Gedankengang mit der Zuschreibung der römischen Wurzeln nicht auf die raueren Griechen, sondern auf die kulturvolleren Trojaner. Und wir erinnern uns: den Etruskern werden die gleichen Charaktereigenschaften zugeschrieben wie den Trojanern. Sie sind ein sehr fleißiges, bodenständiges, handwerklich geschicktes und demokratisches Volk- bei ihnen waren die Frauen gleichberechtigt.

Nun wollen wir die zweite Linie betrachten. Auch sie wird durch ein großes Ereignis bestimmt - diesmal nicht durch einen Krieg, sondern durch ein großes Naturereignis. 1645 v. Chr. erfolgte im Mittelmeer ein verheerender Vulkanausbruch. Dabei explodierte der rund 100 km nördlich von Kreta gelegene Vulkan auf Santorin (Thira) mit riesiger Flutwelle (Tsunami) und Verdunkelung des Himmels bis nach Ägypten hin. Überlebende fliehen auf die Berge und jene mit Booten auf dem Wasser, um zu neuen sicheren Ufern aufzubrechen. Und jene müssen auch in Mittelitalien gelandet sein – nur zwei Beispiele: Auf Kreta findet man noch heute bei Grabungen Goldarbeiten einer speziellen Technik (1mm kleine aufgelötete Goldkügelchen) wie man sie in Mittelitalien (Vulci) bei den Etruskern findet. Da diese Technik im äußersten Maße schwierig ist, kann man sicher davon ausgehen, dass hier keine zufällige zweischienige Entwicklung erfolgt ist, sondern das handwerkliche Können einfach „mitgebracht“ wurde.

SchlusssteinAn anderer Stelle finden sich in der Baukunst Gleichnisse. Die durch die Etrusker in Mittelitalien errichteten Bögen tragen zumeist einen Schlussstein, der die Grundform eines Stierkopfes trägt. Und eben der Stier war es, der am nachhaltigsten in den minoischen Alltag einfloss. Abgesehen davon, dass es statisch die günstigste Form war und ist. Es soll angefügt werden, dass nicht nur der Vulkanausbruch für Verschiebungen in der Bevölkerung Kretas führte, sondern auch die Bedrohung durch die Perser einen Teil der Flucht über das Meer ausmachte.

Die dritte Linie begründet sich in Thyros im heutigen Libanon. Nachdem der dortige König verstorben war, beanspruchte, trotz des väterlichen Auftrages, einer der beiden Söhne den Thron für sich und nachdem es zu einem Mord gekommen war, zog der eine Sohn in die Fremde. Er ließ sich in Nordafrika nieder und gründete eine phönizische Kolonie – das spätere Charthago 800 v. Chr. (Anmerkung: Phönizier = Pupurfärber nach der Purpurschnecke) Nach Erstarken kontrollieren die Charthager das Mittelmeer, Süditalien, Sizilien und immer mehr auch die Mitte Italiens bis hoch nach Sardinien. Das spätere Rom - selbst nach der Macht strebend- konnte diese Umklammerung nicht akzeptieren, es kam zu den drei punischen Kriegen. Davor aber, und dies ist für unsere Schlussfolgerungen wichtig, blieben sicherlich viele der Charthager in Mittelitalien „hängen“.

Bleibt die vierte Linie. Zu ihr muss hier nicht mehr viel gesagt werden, denn Peastum, Velia, Selinunte, Agrigent und viele andere Orte weisen eindeutig die griechischen Kolonien nach, selbst der Sarkophag der Phaedra, Tochter des Königs Minos und Gattin des Königs Theseus (Athen), wurde hier gefunden - er kam aus Griechenland nach hierher.

Bleibt zusammenzufassen: alle vier Linien bzw. Strömungen verschmolzen im Laufe der Zeit zu einem neuen Volksstamm, dem der Etrusker. Vermutlich – in Deckung zu Vergil – waren dabei, aus heutiger Sicht nicht klar trennbar, die Trojaner ein bedeutender Teil (Charaktervergleich und Zielort/land des Aeneas).

Nun sind da Lücken, die z.B. mit der Entzifferung der etruskischen Schriftzeichen einhergehen. Daraus kann geschlussfolgert werden: in dem Maße wie sich die Bevölkerung verschmolz in dem Maße verschmolz sich auch die Schrift und da die Funde so ergiebig nicht sind, ist anzunehmen, dass eine schlüssige Erkennung schulisch nicht nachvollziehbar ist. Bleibt eine letzte Unsicherheit vieler Forschungen hinsichtlich dessen, was mit dem, was von den Etruskern aufgefunden wurde und z.T. noch vereinzelt wird, nur wenig über die Nekropolen hinausreicht. Immer wieder wird beklagt, dass nichts von den Etruskern bekannt ist und sich im Wesentlichen die Erkenntnisse zu ihrem Leben im Dunkel der Geschichte befindet. Auch dafür gibt es m. E. nach eine Erklärung. Das aufstrebende römische Imperium konnte, ebenso wie die Umklammerung durch die Charthager, auch nicht die Stellung der Etrusker ertragen. Mit dem in diesem Zusammenhang in der Schulwissenschaft auftauchenden Wort „assimilieren“ wird die Einverleibung der Etrusker durch die Römer nicht deutlich genug beschrieben. Die Römer unternahmen alles, um ihre Machtstellung zu untermauern- dies reichte offenbar bis hin zur „Streichung“ der etruskischen Geschichte. Noch bin ich dabei die einzelnen Positionen zu beleuchten, besonders auch die z.T. differierenden Jahresangaben zur Besiedelung. Ich denke, dass man sich nicht auf ein Jahrhundert festlegen kann, da Umschichtungen solchen Ausmaßes ihre Zeit brauchen. Es gibt aber eben Eckpunkte, die ein klareres Bild stützen. Eben der Trojanische Krieg im 12. Jahrhundert v. Chr. und die Vision des Aeneas, die Explosion des Vulkans auf Santorin 1645 v. Chr., die Gründung von Elea 540 v. Chr., die Erbauung des Tempels in Syrakus etwa 650 v. Chr. u.a. Anmerkung des Autors: Unabhängig von den Forschungsergebnissen habe ich mich mit der Frage nach der herkunft befaßt, weil mir eben bekannt ist, dass da einiges offen ist. Ich bin dabei unübliche Wege gegangen, aber ich suchte für mich aus Spaß an der Freude eine Erklärung, die zwar noch nicht endgültig abgeklopft ist aber mir reicht das gefundene Ergebnis als Gerüst dessen, wie es wohl gewesen sein muss. Horst Prietz, Potsdam

Horst Prietz aus Potsdam zur Frage, warum er sich so für die Geschichte der Etrusker interesiert

Schon von klein an, beschäftigt mich Italien. Das mag daran liegen, dass ich als Kleinkind erlebte, wie meine Mutter als "Allgemeine Verwaltung" italienische Fremdarbeiter in meinem Geburtsort vor 1945 zu betreuen hatte. Eine Frau Finassani aus Modena (ich war etwa vier) hatte dort die Küche unter sich und in unserer Kammer lagerte ein 600L-Chianti-Fass. Alles war -vom Krieg abgesehen- für mich schön, denn Frau F. versorgte mich wie ihr eigenes Kind. Leider kam die Nachkriegszeit und die DDR, so waren wir abgeschnitten und ich konnte auch nicht meine Lieblingssprache erlernen -Russisch sollte es in der DDR sein- basta und heute gelingt es nicht mehr, ich behalte die Vokabeln nicht.

Zeitsprung: 1990 fuhr ich mit dem Oberbürgermeister, dem Generaldirektor von Sanssouci und der Übersetzerein Frau Döring, als damaliger Vorsitzender des Kulturausschusses nach Perugia zum Abschluss der Städtepartnerschaft. Ich genoss im ersten Eindruck die "Operndekoration", also das Antlitz der Städte, die Architektur. Und als "Kulturmensch" interessierte ich mich besonders für die Wurzeln des Abendlandes, da man konstatiert, dass das Abendland auf den Säulen der griechischen Philosophie, des römischen Rechts und des christlichen Glaubens steht. Ja und so kam die Neugier unweigerlich in Richtung Etrusker, besonders, weil man beklagt, dass ihre Herkunft im Dunkeln der Geschichte liegt.

Als ich mich nun mit den Mythen der griechischen Antike befasste, stieß ich in Verbindung mit den Forschungsergebnissen zum Mittelmeerraum, der Explosion des Thira usw. auf mögliche Wurzeln der Etrusker. Für mich ist das Bild völlig klar -es reicht sogar bis hin zu einer Erklärung des Unterganges von Atlantis, denn die, welche die Mythen und Sagen verfassten, hatten noch keine Ahnung von den heutigen Forschungsmethoden -auch vom Freisein des Menschen von Mystik (leider heute wieder im Kommen) und den Unerklärbarkeiten von Naturereignissen. Also kann Atlantis auch der Untergang von Thira gewesen sein (eine alles Leben vernichtende Flutwelle (Tsunami) kann die Erklärung dafür sein, auch dafür, wie sehr die griechische Mythologie auch von einer Sintflut spricht- die Mythen aber wurden zu einer Zeit geschrieben, als sicherlich die biblische Sintflut, jene vor rund 7000 Jahren nicht bekannt war, woher auch.

Das alles ist eine spannende Sache. Nun betreibe ich das Ganze allerdings nicht im Forschersinne, ich stöbere auch nicht in alten Bibliotheken -aber es beschäftigt mich eben, weil unsere Kultur dort ihre Wurzeln hat -ich lasse mal jetzt Schlagwörter wie "Herrmanns-Denkmal", Kelten usw. weg- auch die Einflussnahme der Türken hier bei den Steinzeitmenschen, als sie uns den Ackerbau brachten.

In erster Linie stammt mein Wissen (nicht meine Überlegungen zur Sache) aus BR-Alpha, dem bayerischen Kultursender und alles, was irgendwie mit Italien zu tun hat, -allein zig Sendungen zu den Etruskern, aber den Ausschlag gaben mir die griechischen Mythen, Troja, Kreta, Minos und eben die Irrfahrt des Aeneas, um ein neues schöneres Troja in der Ferne zu errichten. zurück

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