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Printmedien der Reisebranche haben es nicht mehr leicht, sich beim Leser zu behaupten. Online-Medien sind der Trend. Allein auf der ITB Berlin 2013 hatten sich 250 Reise-Blogger aus aller Welt akkreditiert und berichteten zeitnah. Seit Anfang des Jahres bedient nun mein Blog den Wissensdurst rund ums Reisen. Persönliche Erfahrungen, Gastronomie- und Hotel-Tipps, News u. Pressemeldungen sowie Inspirationen und Reiseführer, jetzt auch per Suchwort schnell zu finden im: blog.Liebhaberreisen.de
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Idealstadt

Ansicht einer idealen Stadt. Gemälde, vermutlich 1475 von Piero della Francesca

Bei der Zentralperspektive verlaufen alle im rechten Winkel existierenden Linien zur Mitte eines Bildes, um eine Dreidimensionalität zu suggerieren. Im 15.Jahrhundert entdeckten italienische Künstler, dass Bilder der Natur viel näher kommen, wenn die dargestellten Objekte perspektivisch gemalt werden. Diese neue Sichtweise veränderte auch die Einstellung der Menschen zum Leben, hier stand ein Mensch und alles um ihn herum bezieht sich auch auf ihn. Die Renaissance begann mit dieser Erkenntnis des Individuums und löste das Mittelalter ab.

StadtplanLa citta ideale - die Idealstadt Pienza

Baugeschichtlich liefert Pienza konkrete Orientierungsdaten für die neuzeitliche Öffnung der Stadt und der Piazza zur Landschaft. Der Dom ist in seiner Achse exakt auf den Gipfel des Monte Amiata, also nach Süden ausgerichtet. Auch der Palast des Pius verbindet gegensätzliches. Zur Straße und zum Volk hin stellt er Macht und Größe dar, zur stadtabgewandten Seite öffnet er sich mit Loggia und hängenden Gärten und ebnet allen Pflichten und politischen Konflikten zum Trotz den Blick zur Philosophie, Astrologie und Naturbetrachtung.

 

Seewald„Denn wir sehen nur, was wir schon geschaut haben...“

Richard Seewald führte 1960 als naturverbundener Tourist seine Leser mit seinem Buch: „Das Toskanische Hügelbuch“ (leider nur noch als modernes Antiquariat erhältlich), ein in die Traumwelt, die dort auch heute noch so existiert. Auf seiner zweiten Reise durch die Toskana schrieb er 1959: “Wer kennt Pienza? Sicherlich die Historiker und die Kunstspezialisten, heute natürlich die Autotouristen, die überall hinkommen. In meinem alten Baedeker ist nicht einmal sein Name erwähnt“ ... “Auf dem Platz setze ich mich der Kathedrale gegenüber im Schatten nieder. Ihre Schönheit trifft mich wie ein Schlag ... in der Mittagshitze des Sommers ist der Platz menschenleer, ein Widerspruch in sich ...diese Stille fordert die Phantasie, die Bühne mit Akteuren zu füllen.“ ... „Um den Platz zu erleben, muss man heute in alte Städte reisen, wo nicht parkende PKW die Idee des Platzes zerstören" ... ( Was für das UNESCO Weltkulturerbe Pienza Dank verkehrsberuhigter Altstadt immer noch gilt )

InselNebellandschaft, Monat Dezember aus dem Kalender Toskana 2006

Über die Val d'Orcia schrieb er:“Es war ein glückliches Segeln aufwärts und abwärts in Kehren und Bogen durch das Meer der seegrünen Hügel“...“Inseln und Hügel sind nahe verwandt ... und einmal verwandelten sich die Hügel in Inseln ... schwarze Zypressen auf ihren Rücken ... als in der Morgenfrühe im Nebelmeer Kuckuck und Nachtigall sangen.“ Bereits 1920 hatte Seewald seine erste Begegnung mit der Toskana: „ Ich gestehe, dass ich mich wenig um die große Kunst von Florenz scherte. Ich suchte anderes und fand es, als ich nach Siena fuhr.

„Richard Seewald wurde am 04.Mai 1889 in Arnswalde geboren. Es ist wohl kein Zufall, dass er, ein Landsmann eines Kaspar David Friedrich, sich zur Beseelung der Landschaft hingezogen fühlte. Jedoch, statt seiner malerischen Heimatstadt Stralsund, malte er später das ferne Siena.“ Dr. Heinrich Saedler 1924.

Richard Seewald studierte ansatzweise auf Wunsch seines Vaters Architektur an der Technischen Hochschule in München. 1909 begann Seewald zu malen. Als leidenschaftlicher Maler war er Autodidakt, denn in der Malschule hielt er es nicht aus, flüchtete 1911 nach London und Paris und kam schliesslich ins Tessin, ohne jedoch auch nur ein einziges Bild zustande zu bringen. In den Kriegsjahren 1917-18 zog er sich nahe von Passau aufs Land zurück. Später unternahm er Reisen nach Südfrankreich, Italien und Griechenland. Von 1924 bis 31 war Seewald Professor einer Malklasse an der Meisterschule für gestaltendes Handwerk in Köln. 1927 erhielt er die Preußische Staatsmedaille. 1931 verließ er das Deutsche Reich und ließ sich in Ronco bei Alicante nieder. Seit 1939 war Richard Seewald Schweizer Staatsbürger. Nach dem Krieg hatte er In den Jahren 1954 bis 1956 erneut eine Professur an der Münchner Akademie und hielt sich im Winter ständig in München auf. 1961 freskierte er die Hofgartenarkaden in München mit griechischen Motiven. Pflegte anfänglich besonders die Landschaft und das Stilleben, später tritt die religiöse Thematik in den Vordergrund des Schaffens, und zwar in einer eigentümlichen Mischung von Christentum und Antike. Er strebt einen an Giotto geschulten Freskostil, oft unter Verwendung expressionistischer Formenmittel an. Er war als Maler, Graphiker, Entwurfzeichner für Glasgemälde und Gobelins und auch als Kunstschriftsteller tätig und ist mit Werken in zahlreichen Museen in Deutschland und in der Schweiz vertreten. Richard Seewald starb am 29.Oktober 1976 in München. Reiseführer

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