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Abbildungen zu Rezensionen mit freundlicher Genehmigung der Verlage oder Autoren gewährt. corbis-Bilder sind als corbis/Karl-Heinz Haenel © lizensiert und zur Nutzung bei corbis abrufbar. fotolia-Bilder dieser Website sind von fotolia lizensiert und zur Nutzung bei fotolia abrufbar. Venezia NostalgicaDie Original-Grafik 60 x 80 cm des Kieler Künstlers Jochem Roman Schneider, entstand nach Studien während einem Stipendium in Venedig, ist auf 100 Exemplare limitiert und kostet frei Haus € 360,00. Anfragen an den Künstler: Tel.: 0431 63638 oder via Email an: info@paradies-Italien.de
Zur Technik: Die Kaltnadel-Radier-Technik ist ein Verfahren bei Kupferstich oder Radierung, durch das die Metallplatte mit Nadel oder Diamant bearbeitet wird, wodurch zur Wirkung von Grabstichel oder Ätzung dünne, haarscharfe Striche hinzukommen. Durch das Ritzen mit einer Stahl-Radiernadel auf die blanke Metallplatte aus Kupfer, Zink, Aluminium oder Messing, wird die Oberfläche aufgerissen. Zu beiden Seiten der Rillen, je nach Haltung der Nadel mehr oder weniger deutlich sichtbar, bildet das hochgedrückte Materiel winzigen scharfen Grat, der neben der Riefen zusätzlich Farbe annimmt. Auf dem Papierabzug zeigt sich dann der Strich als erhöhte Farbablagerung, der Grat als feiner Einschnitt, der manchmal sogar weiß bleibt, und eine sich dem Grat anschließende samttonartige Verschattung, die die Farbe wiedergibt, die beim Wischen an den Außenseiten des Grates haftengeblieben ist. Wird die Platte vor der Bearbeitung mit der Nadel nicht blankpoliert, bleibt beim Abdruck ein Ton stehen, der Plattenton, welcher allerdings bei jeder Radierart möglich ist. Je mehr Abzüge gemacht werden, desto mehr wird der Grat niedergedrückt, wobei die Drucke an Frische verlieren und die dynamische Eigenart die ebend durch diesen Grat entsteht, nach und nach verloren geht. Die Bezeichnung kalte Nadel ergibt sich aus dem Kontrast zur Radierung, bei der sich beim Ätzen sowohl das Säurebad als auch die Platte erhitzen. Die Technik der Kaltnadel eignet sich besonders für spontane Skizzen, erfordert aber eine geübte und sichere Hand. Früheste bekannte Anwendung der Kaltnadel beim Meister des Hausbuches um 1480. Einen glanzvollen Höhepunkt erreichte diese Technik durch die Arbeiten Rembrandts. Er verwendete die Kaltnadel häufig auf der Grundlage der mehr malerischen Ätzradierung - so hat er ganze Kompositionen mit der Kaltnadel überarbeitet, was zu einer straffen dramatischen Dichte führte. Doch erst wieder im 20. Jahrhundert wurde in dieser Technik wieder Meisterhaftes geschaffen: Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, vor allem aber Picasso haben gezeigt, wozu die von allen Fesseln befreite Linie der Kaltnadel inhaltlich wie formal im Stande ist. Anfragen an den Künstler: Tel.: 0431 63638 oder via Email an: info@paradies-Italien.de |
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